Phospholipide bilden Biomembranen und werden in Metaboliten wie Lysophospholipide, Diacylglycerole und Phosphoinositide umgewandelt, die an der Zellkommunikation beteiligt sind. Bei Fehlregulation können sie Krankheiten verursachen. Jede Phospholipidklasse umfasst Hunderte von molekularen Spezies mit unterschiedlichen Kombinationen von Fettsäuren, aber wie diese Vielfalt die zelluläre Signalübertragung beeinflusst, ist bisher wenig verstanden. Unser Ansatz der funktionellen Lipidomik ermöglicht den Zugang zu Phospholipidprofilen, die wir gezielt manipulieren, um die physiologischen und pharmakologischen Funktionen einzelner Spezies zu untersuchen. Wir suchen nach erneuerbaren, natürlichen Quellen für Phospholipide mit geringer Häufigkeit. Darüber hinaus arbeiten wir mit pharmazeutischen Technologen zusammen, um Phospholipide gezielt an den Wirkort zu bringen und ihr Potenzial für die Pharmakotherapie zu untersuchen, insbesondere im Hinblick auf die Stressanpassung und die Bekämpfung von Tumorresistenzen.
